In memoriam Georg Arányi-Aschner

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In memoriam Georg Arányi-Aschner

erstellt am 14. September 2018

 

In memoriam Georg Arányi-Aschner

 

Bereits am 24. Mai 2018 verstarb mit Georg Arányi-Aschner ein der Grazer Kunstuniversität und dem Institut Oberschützen über viele Jahrzehnte persönlich eng verbundener Komponist. Arányi-Aschner wurde am 16. März 1923 in Budapest geboren und wuchs zweisprachig ungarisch/deutsch auf. Er  entstammte einer musikalischen Familie. Stolz erzählte er, dass sein Onkel der Lieblingsschüler von Bela Bartok war. Sein Musikstudium (Klavier, Komposition, Dirigieren, Basstuba und Oboe) absolvierte er in an der Budapester Musikakademie. Sein erstes Engagement führte ihn nach Szekesfehervar für eine Unterrichtsstelle und zur Leitung des Jugendorchesters. 1967 übersiedelte er nach Wien, wo er im Raimundtheater Studienleiter und Korrepetitor war, sowie am Prayner- Konservatorium das Fach Klavier unterrichtete. 1969 begann er an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz in der Kapellmeisterausbildung und der Kompositionsklasse verschiedene theoretische Fächer zu lehren. Am 31. Dezember 1988 wurde er als Ao.Prof. pensioniert, behielt aber bis Oktober 1997 einen Lehrauftrag.

Zum Komponieren kam er bereits in sehr jungen Jahren. Als Zwölfjähriger spielte er im großen Saal der Franz Liszt-Akademie in Budapest seine erste Sonatine in einem öffentlichen Konzert. Im Laufe der Jahrzehnte schrieb er über 600 Werke, wovon viele im Rundfunk erklangen sowie in Konzerten weltweit aufgeführt wurden. Mehrere CD Einspielungen sind akustische Zeugen seiner schöpferischen Arbeit.

Er gewann Kompositions-Wettbewerbe, erhielt das Goldenes Ehrenzeichen der Accademia dell’Arte e Lavoro (Accademico Italiano) und das Ehrendoktorat der Universidad Interamericana de Ciencas Humanisticas 1987.

Georg Arányi-Aschner war bis in das hohe Alter ein häufiger und immer gern gesehener Ehrengast bei Aufführungen seiner Werke in Oberschützen, vor allem durch das Universitätsorchester Oberschützen, das Phythagoras Ensemble und das Horn Consort Oberschützen. Seine letzte CD Aufnahme, auf der er neben Klavier-, Orgel-, und Hornklängen selbst seine 5. Klaviersonate und die tief empfundenen Mozart und Schubert Stücke spielt, wird posthum präsentiert werden. Immer wieder standen seine Werke auf den Programmen der in Oberschützen lehrenden Organistin Ulrike Wegele-Kefer. Ein Gedenkkonzert, bei dem mit Tobias Stosiek und Hermann Ebner u. a. zwei Lehrende des Instituts Oberschützen musizieren, findet am Dienstag, 2. Oktober 2018 in der Alten Schmiede in Wien statt.

Wir werden Georg Aranyi-Aschner, seiner inspirativen Musik und seinen weitreichenden Gedanken zur Musik und Philosophie ein immerwährendes Andenken bewahren.

Hermann Ebner und Klaus Aringer

 

 

 

By: KUG/Unger


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