Burgenländischer Hochschulpreis verliehen

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Burgenländischer Hochschulpreis verliehen

erstellt am 08. November 2021

Freitag, 5. November 2021, Joseph Haydn Konservatorium Eisenstadt

Burgenländischer Hochschulpreis verliehen

Digitales Lernen sowie effiziente und ressourcenschonende Industrie – die mit dem Burgenländischen Hochschulpreis 2021 ausgezeichneten Arbeiten liegen thematisch am Puls der Zeit. Das Urteil der Expertenjury war einstimmig. Die Verleihung fand im Joseph Haydn Konservatorium Eisenstadt statt. Preise wurden heuer in drei Kategorien vergeben. Erstmalig wurde auch eine Einreichung aus dem künstlerischen Bereich prämiert.

Eisenstadt, 05. November 2021 – Insgesamt 16 Forschungsarbeiten sowie zwei künstlerische Werke wurden für den diesjährigen Burgenländischen Hochschulpreis eingereicht. Darunter fanden sich Bachelor- sowie Masterarbeiten und Dissertationen aus den unterschiedlichsten Themenfeldern sowie zwei Kompositionen. Das Urteil der Expertenjury fiel auch heuer wieder einstimmig aus. Neu ist in diesem Jahr allerdings eine Kategorisierung der Preise im wissenschaftlichen bzw. pädagogischen Bereich in Bachelor-/Masterarbeiten und Dissertationen. Demnach dürfen sich 2021 drei Preisträger*innen über eine Auszeichnung freuen.

Arbeit zum Spielerischen Lernen gewinnt in der Kategorie Bachelor-/Master
In der Kategorie Bachelor-/Masterarbeiten gewinnt Daniela Wenth für ihre Masterarbeit zum Thema „Wissenszuwachs durch Gamification in E-Learning Kursen“. Wenth verfasste diese Arbeit als Abschluss ihres Masterstudiums Business Process Engineering and Management an der FH Burgenland. Beruflich ist Wenth seit mehr als 15 Jahren bei SAP tätig und beschäftigt sich derzeit mit Wissensmanagement und Skill Transformation. Sie erhält den in der Kategorie vorgesehenen Preis im Wert von € 1.500,-. In ihrer Arbeit beleuchtet sie die Frage, ob die Integration von spielerischen Elementen in E-Learning Kursen den Wissenszuwachs bei den Lernenden positiv beeinflusst. „Es wurde deutlich, dass Gamification nicht nur zu mehr Wissenszuwachs führt, sondern auch positiv auf den subjektiv empfundenen Lernerfolg einwirkt“, erklärt die Absolventin.

Begutachtet wurde ihre Arbeit durch Christian Rudloff, Professor an der Pädagogischen Hochschule Wien, der neben der Relevanz und Aktualität des gewählten Themas auch die gründliche Auseinandersetzung mit der Forschungsmethode betont.

Arbeit zu CFD Simulationen in Hochöfen gewinnt in der Kategorie Dissertationen

Einstimmig fiel auch das Juryurteil in der Kategorie Dissertationen aus. Auch hier wurde ein FH Burgenland Absolvent prämiert und erhielt einen Preis im Wert von € 1.500,-. Markus Bösenhofer studierte Energie- und Umweltmanagement an der FH Burgenland und verfasste anschließend seine Dissertation an der Technischen Universität Wien. Sie trägt den Titel: „On the modeling of multi-phase reactive flows: Thermo-chemical conversion in the raceway zone of blast furnaces“.

Vor allem die Aktualität des Themas und die Bedeutung für den technischen Fortschritt waren die ausschlaggebenden Kriterien für die Juryentscheidung. Begutachtet wurde die Arbeit von Christian Wartha, Professor und Master-Studiengangsleiter an der FH Burgenland. Die Dissertation befasst sich mit der CFD-Modellierung der mehrphasigen reagierenden Strömungen in Hochöfen zur Roheisenproduktion, mit Schwerpunkt auf die Einblasung und Konversion von Kohlenstoff- und Energieträger, den sogenannten Alternative Reducing Agents (ARAs), in die Wirbelzone. „Eine effiziente und ressourcenschonende Industrie ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Gesellschaft“, betont Bösenhofer. Die Arbeit wurde in Englisch geschrieben. Derzeit ist Markus Bösenhofer als Wissenschaftler an der Technischen Universität Wien sowie am COMET Zentrum K1-MET angestellt.

Preis für Komposition vergeben

In der Kategorie „künstlerischer Bereich“ gab es zwei Einreichungen. Die Jury folgte dem Vorschlag des Gutachters Wolfram Wagner, Professor an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien, und prämierte das Werk von Wolfgang-Michael Bauer „Le poème de la puissance“ mit € 1.500,-. Es handle sich um eine „sehr gute Komposition im zeitgenössischen Stil mit wirkungsvoller Verbindung von Elektronik und Orchesterklang“, so der Gutachter. „Le poème de la puissance stellt meinen Versuch dar, die Klänge der elektronischen Musik elegant mit denen der Orchestermusiker zu verbinden, ohne dass eine der beiden Komponenten wie ein Fremdkörper wirkt“, beschreibt der Künstler selbst sein Werk. Bauer ist seit 2017 Leiter einer Kompositionsklasse am Joseph Haydn Konservatorium in Eisenstadt.

Beeindruckende wissenschaftliche Leistungen
Mit dem Ziel, Bildung und Wissenschaft einmal mehr in den Vordergrund zu rücken, fand die Verleihung des Burgenländischen Hochschulpreises am Joseph-Haydn-Konservatorium Eisenstadt statt. Georg Pehm, Geschäftsführer der FH Burgenland, zeigte sich von der beachtlichen Qualität der Einreichungen beeindruckt: „Wieder freuen wir uns über zwei Preise mit starkem Bezug zu den Inhalten und Werten, die wir an der FH Burgenland in unseren Studienprogrammen vermitteln.“

Hochkarätige Jury entschied
Eine Einreichung mit Bezug zum Burgenland war bis 31. Mai 2021 möglich. Eine zehnköpfige Jury aus den unterschiedlichen Fachbereichen prüfte die eingereichten Arbeiten und entschied schlussendlich über den Preisträger. Das Preisgeld wird ab heuer von allen vier Hochschulen zu gleichen Teilen zur Verfügung gestellt.

In der Jury vertreten waren:
Sarah Aldrian, M.A M.A., Fachhochschule Burgenland
Mag. (FH) Mag. Dr. Josefine Kuhlmann, LL.M., Fachhochschule Burgenland
Mag. Robert Pinzolits, Fachhochschule Burgenland
Prof. Dipl.-Päd. Dipl. Oec. Dr. Christian Rudloff, MA MBA BEd, Pädagogische Hochschule Wien
Prof. (FH) Mag. Florian Schnabel, MPH, Fachhochschule Burgenland
Dr. Barbara Szabo, BA, MA, Fachhochschule Burgenland
Dr. Wilfrid Utz, Universität Wien
ao. Univ.Prof. Mag. Wolfram Wagner, Universität für Musik und Darstellende Kunst, Wien
Prof. (FH) DI Dr. Christian Wartha, Fachhochschule Burgenland
FH-Prof. DI Dr. Karl Zehetner, Fachhochschule Burgenland

Hintergrundinformation

Die 2013 gegründete Burgenländische Hochschulkonferenz besteht aus Fachhochschule Burgenland, Stiftung Private Pädagogische Hochschule Burgenland, Joseph-Haydn-Konservatorium des Landes Burgenland, Universität für Musik und darstellende Kunst Graz - Institut Oberschützen. Sie ist eine unabhängige Plattform der Hochschulen im Burgenland, außerdem überparteilich und überkonfessionell. Ziel ist die Vernetzung und Kooperation dieser Hochschulen zu fördern und dadurch einen besseren Austausch zwischen den Instituten zu ermöglichen. Das eröffnet Perspektiven und stärkt das Burgenland als Bildungsregion.

Eine Einreichung für den Burgenländischen Hochschulpreis 2022 ist bis Ende Mai 2022 unter hochschulpreis@fh-burgenland.at möglich.

 

Infos unter: http://www.hochschulen-burgenland.at/

Hier der Link zur Pressemeldung: Burgenländischer Hochschulpreis verliehen - FH Burgenland (fh-burgenland.at)

Hier der Link zum Pressebild: Pressefoto_Bgld_HS_Preis_2021.jpg (1800×1080) (fh-burgenland.at)

 

Unsere Bilder sind unter der Angabe © FH Burgenland für eine Verwendung im thematischen Zusammenhang mit der Presseinformation der FH Burgenland freigegeben. Für eine Verwendung darüber hinaus ersuchen wir um Rücksprache.

Autor: KUG/Unger


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